13. März 2012 – Der Weltindex ist im Februar auf 62 Prozent gestiegen, den
höchsten Stand seit 11 Monaten. „Gleichzeitig haben viele Investoren den
richtigen Zeitpunkt zum Einstieg in die Aktienmärkte verpasst, weshalb noch viel Liquidität
außerhalb der Aktienmärkte gehortet wird“, sagt Markus Zschaber, dessen V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft
Dr. Markus C. Zschaber mbH den Weltindex errechnet. In seinem Musterdepot zum
„Welt-Index“ steigert Zschaber deshalb die Aktienquote auf 65 Prozent.
Aktuell steht der Index der Konjunkturdaten mit 62 Prozent genauso hoch wie der
Index der Markterwartungen. Dies untermauert die hohe Dynamik der Weltwirtschaft und gibt Anlass zu Optimismus.

Die Weltwirtschaft ist damit trotz der Unsicherheiten zur weiteren Entwicklung in Griechenland in einer komfortablen Situation.
„Die Konjunktur zeigt sich wie auch in den Monaten zuvor sehr freundlich, was den Rückgang der systemischen Risiken
aus dem letzten Jahr untermauert“, sagt Zschaber. Die USA konnten zuletzt ihren positiven Trend verfestigen, auch wenn
die Qualität des Wachstums noch nicht an vergangene Zeiten anschließen kann. Die Konjunkturlage in Asien und
explizit in China bleibt intakt, was eine weiche Landung der Wirtschaft sehr wahrscheinlich macht. „Ich bin sehr
optimistisch, dass wir in Asien ein solides Wachstum auch in 2012 sehen werden. Der Pessimismus einiger Marktteilnehmer
hinsichtlich der Entwicklung in den kommenden Monaten geht mir zu weit“, fasst Zschaber die Lage in Asien zusammen.
In Europa zeigt sich ein unverändertes Konjunkturbild, die nördlichen Volkswirtschaften befinden sich auf Wachstumskurs,
während im Süden der Region die Rezession weiter voranschreitet.

14. Februar 2012 – Der Weltindex ist im Januar 2012 erneut gestiegen. Das zeigt, dass die
Weltkonjunktur in Takt ist und die Märkte sich entspannter zeigen hinsichtlich der Schwierigkeiten
Europas. „Die meisten Anleger sind noch nicht an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Das könnte sich bald
ändern“, sagt Markus Zschaber, dessen V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C.
Zschaber mbH den Weltindex errechnet. In seinem World Market Fund steigert Zschaber deshalb die
Aktienquote auf 60,5 Prozent.
Aktuell zeigt der Index der Konjunkturdaten einen Stand von 57 Prozent. Der stabile Aufwärtstrend, der
nunmehr seit September 2011 anhält, ist der Nährboden für die Expansionspläne der Unternehmen
rund um den Globus sowie für die jüngsten Aktienmarktentwicklungen. Das aktuelle Niveau des „Index
der Markterwartungen“ in Höhe von 61 Prozent zeigt, dass die Tragfähigkeit der Weltkonjunktur die
meisten Marktteilnehmer positiv überrascht hat, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vormonat.

Die Verhandlungen in der Eurozone stehen weiterhin im Fokus der Märkte, es lässt sich aber erkennen,
dass das Vertrauen der Finanzmärkte in eine nachhaltige Lösung weiter zunimmt. „ Die Eurozone wird
nicht fallen gelassen, jetzt dreht sich alles um die Lösungsmodalitäten“, sagt Markus C. Zschaber.
„Allerdings sehe ich auch hier nicht mehr allzu große Risiken, da die Gläubiger zwar sicherlich gewisse
Opfer bringen müssen, aber mit einem blauen Auge davon kommen werden.
In den USA belebt sich die Konjunktur, die volkswirtschaftlichen Daten sind ordentlich. Allerdings
konnten nur rund 45 Prozent der US-Konjunkturdaten im Zschaber-Weltindex positiv überraschen: Das
bedeutet, dass sehr viele Akteure bereits große Stücke auf die US-Wirtschaft halten, das kann schnell
zu negativen Überraschungen führen“, so Markus C. Zschaber.
„In Europa sehen wir nahezu alle Arten und Formen der Konjunkturentwicklung. Beginnend mit stabilem
Wachstum in Deutschland, über Stagnation in Frankreich bis hin zur Rezession beziehungsweise
teilweise sogar schon Depression in den südlichen Peripherieländern“ sagt Zschaber. Deutschland
bleibt der Hauptprofiteur des gegenwärtigen Umfeldes.
Nach Monaten der Schwäche zeigen die Daten aus den wichtigsten Volkswirtschaften Asiens (China,
Indien, Vietnam, Südkorea und Indonesien), dass die Wirtschaftsaktivität sich nicht weiter abschwächt.
„Hier besteht sehr solides Aufholpotenzial, allerdings sollte jeder Anleger auf die operative Marge
achten, die teilweise sehr niedrig ausfällt und einige Unternehmen anfällig macht“, sagt Zschaber.

Januar 2012 – Die überbordenden Staatsschulden drücken auf die Stimmung, sorgen für Nervosität an
den Märkten und für Zurückhaltung bei Anlegern. „Dabei steht die Konjunktur so solide da wie schon
lange nicht mehr“, sagt Dr. Markus C. Zschaber. Dies zeigt der Weltindex, den die V.M.Z.
Vermögensverwaltung Dr. Markus C. Zschaber monatlich berechnet. 2012 biete deshalb großes
Aufholpotenzial.
Aktuell weist der Index der Konjunkturdaten einen Stand von 52 Prozent auf. Dieser Stand signalisiert,
dass die globale Wirtschaftsdynamik sich nach wie vor trotz aller Störfeuer gut behauptet. Vor allem die
USA und Deutschland zeigen eine beachtliche Stärke in Zeiten der Schuldenkrise. Die asiatischen
Volkswirtschaften konsolidieren auf hohem Niveau, während große Teile Europas sich auf einem
rezessiven Pfad befinden, was im Hinblick der Reformanstrengungen zu erwarten war. Das Jahr 2012
könnte trotzdem ein Jahr positiver Überraschungen werden.
Das aktuelle Niveau des „Index der Markterwartungen von 64 Prozent zeigt einen deutlichen Anstieg
gegenüber dem Vormonat an. Das Niveau belegt eindeutig den sehr ausgeprägten Pessimismus der
Marktteilnehmer da fast zwei Drittel der vorhandenen Erwartungen übertroffen wurden. Viele
Marktakteure haben im Jahr 2011 die Kapitalmärkte verlassen beziehungsweise auf ganz konservative
Anlagen gesetzt. „Dies könnte sich bald ändern, wovon die attraktiv bewerteten Aktienmärkte profitieren
würden“, so Zschaber.

„Das globale Konjunkturgerüst zeigt derzeit eine außerordentliche und vielseitige Qualität und Struktur“,
sagt Zschaber. Die Qualität der Konjunkturfaktoren setze sich aus Lager-, Investitions-, Beschäftigungsund
Konsumzyklus zusammen. „Eine solche Kongruenz habe ich in den letzten dreißig Jahren nicht
mehr gesehen“, sagt Zschaber. Die politischen Risiken in der Eurozone haben die eigentliche
Konjunkturdynamik eher abgebremst, Aufholpotenzial ist also gegeben. Der Weltindex bewegt sich
damit auf einem Niveau, das zwar kein euphorisches Wachstum ankündigt, auf der anderen Seite aber
auch keine Rezessionssignale liefert. „Ich sehe gute Chancen, dass wir hierbei positive Überraschungen
erleben sollten, dass könnte viele Marktteilnehmer zurück an die Aktienmärkte zwingen.“
Vor allem die USA gelten als die Volkswirtschaft der Stunde. Trotz horrender Verschuldung und
Unklarheit, welche Reformen zukünftig auf der Tagesordnung stehen werden, sorgt die extrem lockere
Geldpolitik der Notenbank, in Kombination mit der Vertrauenskrise in Europa, dafür, dass große
Kapitalströme in die USA fließen. „Da wo das Kapital hinfliest, da ist auch das Wachstum“, so Zschaber.
Europa steht aus wirtschaftlicher Sicht im Schatten Deutschlands.
In Asien befinden sich die großen drei (Japan, China, Indien) zwar weiterhin auf Konsolidierungskurs,
allerdings dürften die jüngst stark gesunkenen Erzeuger- und Verbraucherpreise vor allem in China Luft
für geldpolitische Stimulationen mit sich bringen. „Die asiatischen Volkswirtschaften werden auch in
2012 den höchsten Wachstumsbeitrag aller Kontinente zur Weltwirtschaft liefern“ sagt Zschaber.

Dezember 2011 – Die Wirtschaft hat ihre
Hausaufgaben gemacht,
die Börsen
stehen in den Startlöchern
– nur die Politik
spielt bisher nicht
richtig mit. So lässt
sich nach Meinung von Markus Zschaber
die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten
zusammenfassen. Der Chef der V.M.Z.
Vermögensverwaltung, der monatlich
exklusiv für die „Welt am Sonntag“ den
Weltindex erstellt, bleibt denn auch
verhalten optimistisch für die weitere
Entwicklung an den Börsen.
„Zwar ist die Nervosität an den Märkten
weiterhin hoch, doch gerade der ausgeprägte
Pessimismus birgt Chancen für
alle Anlageklassen, die von einer zyklischen
Erholung der Weltwirtschaft profitieren
können“, sagt Zschaber. Entsprechend
misst er dem jüngsten leichten
Rückgang sowohl des Index der Konjunkturdaten
als auch des Barometers
für Markterwartungen, die zusammen
den Weltindex bilden, keine allzu hohe
Bedeutung bei.
Der Weltindex betrachtet die 50
wichtigsten Konjunkturdaten, die weltweit
von den Statistikämtern und Forschungsinstituten
veröffentlicht werden.
Auf Basis dieser Informationen werden
zwei Trenddaten ermittelt, einerseits der
Index der Konjunkturdaten, der ausweist,
wie viele der 50 Werte in den vergangenen
vier Wochen gestiegen oder
gefallen sind. Zum anderen wird der Index
der Markterwartungen ausgewertet.
Er gibt an, in wie vielen Fällen der jüngste
Wert der 50 statistischen Daten höher
oder niedriger lag, als von Experten zuvor
im Mittel erwartet.

„Die Dynamik der Wachstumskurve
ist zwar flach, aber sie ist da“, resümiert
der Vermögensverwalter. Die jüngste Abschwächung
sei dabei nicht fundamental
begründet, sondern resultiere aus der
immensen Verunsicherung durch die
Überschuldungskrise der westlichen Industrienationen.
Zschaber ist zuversichtlich,
dass es trotz aller Skepsis an den
Märkten keinen realwirtschaftlichen
Nachfrageschock geben werde. „Die
Qualität des gesamtwirtschaftlichen
Fundaments sollte nicht unterschätzt
werden“, so Zschaber, „Die oft getroffenen
Vergleiche zum Jahr 2008 mit der
Pleite der US-Investmentbank Lehman
Brothers gehen mir jedenfalls zu weit.“
So habe sich die Finanzausstattung
der Unternehmen gerade in den vergangenen
beiden Jahren verbessert, zudem
hätten die Konzerne ihre Kosteneffizienz
und Produktivität erheblich gesteigert
und zugleich die aufwendige Lagerhaltung
optimiert. „Die operativen Margen
sollten nicht so stark unter Druck
kommen, wie es der Markt aktuell annimmt“,
so Zschaber. „Durch die Verunsicherung
an den Märkten ist in den aktuellen
Kursen eine Menge Abwärtspotenzial
eingepreist.“
Der Ball liege jetzt aber bei der Politik.
Die weiterhin ungelöste Verschuldungskrise,
verstärkt durch das zu beobachtende
Chaos der Handelnden aus der Politik,
drücke gleichermaßen auf die Stimmung
und die Visionen in den oberen
Unternehmensetagen, zugleich raube sie
viel von der für wirtschaftliches Handeln
nötigen Planungssicherheit bei den Konzernlenkern.
„Wir brauchen jetzt eine
nachhaltige und gesamtwirtschaftliche
Lösung der Probleme in der Euro-Zone,
die Sonntagsreden müssen ein Ende haben“,
fordert Zschaber.
Ein Blick auf die wirtschaftliche Lage
der unterschiedlichen Weltregionen offenbart,
dass sich in den Vereinigten
Staaten die Datenlage weiter aufhellt. So
gäben vor allem die jüngsten Zahlen zum
Arbeitsmarkt Hoffnung auf eine Verbesserung
der Situation. Auch die Wirtschaftsaktivität
zeigte sich erneut robust,
hervorzuheben seien laut Zschaber
vor allem die Industrieproduktion und
die Einkaufmanagerindizes.
Das Bild für Europa sei hingegen eher
gemischt. Hier sei die schwache konjunkturelle
Entwicklung ein Ausdruck
der schmerzhaften Reformanstrengungen
der vergangenen Monate in den krisengefährdeten
Peripherieländern, die
grundsätzlich positiv zu sehen seien. Die
Sorgen vieler Marktteilnehmer waren
zudem offenbar übertrieben: Deutlich
mehr als die Hälfte aller angefallenen
Konjunkturdaten in Europa haben die
Erwartungen übertroffen. „Das Pessimismus-
Pendel schlägt sehr weit aus,
das birgt großes Potenzial für weitere
positive Überraschungen“, ist Zschaber
überzeugt.

8. November 2011 – Der Weltindex schafft im Oktober den zweiten Anstieg in Folge. „Damit
untermauern die Daten die robuste Verfassung der Weltkonjunktur, die auch der politischen
Unsicherheit trotzt“, sagt Markus Zschaber, dessen V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr.
Markus C. Zschaber mbH den Weltindex errechnet. In seinem World Market Fund verzichtet Zschaber
jetzt auf Sicherungsinstrumente und erhöht gleichzeitig die Aktienquote auf 47 Prozent.
Der Index der Konjunkturdaten kletterte von 47 auf 52 Prozent. Dies zeigt die robuste Zyklik der
Weltwirtschaft. Der Nervosität in den Märkten bleibt wegen des politischen Störfeuers zwar hoch,
trotzdem ist Zuversicht angebracht. „Dabei bestehen weltweit allerdings hohe qualitative Unterschiede
zwischen den Volkswirtschaften“, sagt Zschaber. Der Index der Markterwartungen stieg auf 53 Prozent,
die positiven Überraschungen bei den veröffentlichten Konjunkturdaten überwiegen derzeit also.

„Dass die Regierungen an einer Krisenlösung scheitern würden war vor wenigen Wochen nicht
auszuschließen“, sagt Zschaber. In der Verantwortung eines Vermögensverwalters liegt es, solche
systemischen Restrisiken zu begrenzen. „Aus diesem Grund hatten wir kurzfristige Absicherungen
innerhalb des Portfolios vorgenommen.“ Die jetzt zumindest in groben Zügen sichtbaren Lösungen, die
auf den Krisengipfeln aufgezeigt wurden, gehen in die richtige Richtung und sorgen dafür, dass sich der
förmlich zuspitzende Druck auf den Kapitalmärkten vorerst beruhigt. „Störfeuer wie die
unvorhersehbaren Aussagen des griechischen Präsidenten werden aber auch zukünftig nicht
ausbleiben. Dennoch ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem die Daten aus der Wirtschaft neben den
Ergebnissen der Unternehmen wieder vermehrt in das Zentrum des Geschehens rücken. „Zuversicht ist
angebracht“, so Zschaber.
Insgesamt verlaufen die Entwicklungen aus den großen drei Wirtschaftsräumen, USA, Europa und
Asien sehr unterschiedlich. Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, zeigt derzeit eine
Wachstumsdelle. Zurückzuführen ist diese auf den natürlichen Rhythmus der Wirtschaft, welche sich in
den vergangenen 24 Monaten seit März 2009 in einer starken Erholungsphase befand, so dass ein
Ausruhen der Wirtschaft bereits im Frühjahr erkennbar wurde. Der Rest Europas hat dagegen nach wie
vor deutlich stärker unter der Defizitkrise zu leiden. Vor allem die Wirtschaftsdaten aus den
südwestlichen Volkswirtschaften in der Eurozone zeigen, dass der Konsolidierungsprozess im hohen
Maße auf die Binnenwirtschaft dieser Regionen durchschlägt.
Am besten entwickelten sich die Datenreihen aus Asien, was dafür spricht, dass in der aktuellen Phase
kein Nachfrageschock, wie beispielsweise in der Krise 2008, zu erwarten ist. Mit fast 70 Prozent
positiveren Daten als im Vormonat zeigt dies eindeutig die Stärke dieser Region.
Die USA sind gespalten: Während die Großindustrie sich zuletzt besser schlägt als durch viele erwartet
wurde, zeigt sich der Mittelstand sehr pessimistisch. Die kleinen und mittleren Unternehmen befinden
sich in einer depressionsähnlichen Verfassung, die die tiefen strukturellen Probleme offenlegt. Diese
besondere wirtschaftliche Notlage, lässt ein weiteres Eingreifen des Staates so gut wie unvermeidlich
erscheinen. Auch in den USA wird es ohne einen reformbedingten Anpassungsprozess nicht möglich
sein, dieser Krise „Herr“ zu werden.

11. Oktober 2011 – Obwohl der Weltindex im September leicht gestiegen ist zeigen die Märkte keine
eindeutige Richtung. „Ein erneuter Einbruch an den Börsen kann nicht ausgeschlossen werden, solange
die Unentschlossenheit der europäischen Regierungen anhält, die der Schuldenkrise nicht Herr
werden“, sagt Markus Zschaber, dessen V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C.
Zschaber mbH den Weltindex errechnet. In seinem World Market Fund reduziert Zschaber deshalb die
Aktienquote und baut zusätzlich eine Absicherungsposition ein, die von fallenden Märkten profitiert.
Aktuell steht der Index der Konjunkturdaten bei 47 Prozent. Dies zeigt eine recht robuste Verfassung der
Weltwirtschaft. Allerdings erhöhte sich zuletzt erneut die Risikoaversion an den Kapitalmärkten, so dass
ein Übergreifen auf die Realwirtschaft zunehmend wahrscheinlicher wird.

Die Weltkonjunktur zeigt sich damit weiterhin als einigermaßen intakt, läuft aber mehr als vorher Gefahr,
in eine Rezession abzurutschen. Dennoch zeigen die jüngst negativen Preisentwicklungen bei
Rohstoffen und Industriemetallen, dass die Wirkungen auf die Realwirtschaft zunehmend stärker
werden. Hinzu kommt, dass einige europäische Konjunkturindikatoren bereits eine Rezession zumindest
andeuten. Vor allem aus den industriellen Sektoren zeigen die nationalen Konjunkturindikatoren
innerhalb Europas, dass sich die Wirtschaft abschwächt. „Die Nerven liegen blank“, kommentiert Markus
C. Zschaber. „Ohne die positiven Kräfte in Bezug auf Lager, Investitionsgüter und Konsum in der
Realwirtschaft sowie die hohe Kosteneffizienz bei den Unternehmen hätte die Uneinigkeit der
europäischen Politik bereits dafür gesorgt, dass alle Dämme gebrochen wären. Eine erneute Rezession
in Europa wäre dann bereits Realität.“
In den USA gilt weiterhin die Devise, mittels geliehenem Kapital die Wirtschaftsleistung zu stützen, was
aktuell noch im oberflächlichen Sinne funktioniert. Dadurch werden allerdings die teilweisen prekären
Zustände innerhalb des US-amerikanischen Mittelstands und die strukturellen Probleme innerhalb der
eigenen Binnenwirtschaft nicht nachhaltig verbessert. Asien und viele andere Schwellenländer zeigen
sich aber weiterhin robust, weshalb diese Volkswirtschaften einmal mehr als große Stütze des
Welthandels dienen.
Die seit acht Wochen vorherrschenden Irritationen der Kapitalmärkte aufgrund der Vertrauenskrise in
der Eurozone konnten durch unzureichende politische Vorfestlegungen nicht beruhigt werden konnten.
Die Gefahr, dass sich diese Vertrauenskrise noch stärker auf die Konjunktur durchschlagen könnte,
stieg zuletzt nochmals deutlich an und wird unternehmensspezifische Wachstumspläne bereits
kurzfristig beeinflussen. „Die Politik hat leider immer noch nicht verstanden, dass jeder Tag, der ohne
eine nachhaltige Lösung bezüglich der Refinanzierung Griechenlands vergeht, das Vertrauen der
Unternehmen in eine beständige Konjunkturentwicklung erschüttert“, sagt Dr. Markus C. Zschaber.

13. September 2011 – Der Welt-Index ist im August erneut gefallen. Damit schlägt sich der Einbruch der
Aktienmärkte in den Stimmungsindikatoren nieder. „Es fehlt an Vertrauen – und das könnte auch die
Realwirtschaft schwächen“, sagt Markus Zschaber, dessen V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft
Dr. Markus C. Zschaber mbH den Welt-Index errechnet. In seinem World Market Fund reduziert
Zschaber deshalb die Aktienquote.
Aktuell steht der Index der Konjunkturdaten bei 40 Prozent und damit fast auf Jahrestief. Damit zeigt das
empfindlich reagierende Konjunkturbarometer eine weitere Eintrübung des Weltwirtschaftsklimas an,
ohne dass derzeit bereits eine schwere und tiefe Rezession unvermeidbar wäre. Ein ähnliches Bild
vermittelt der Index der Markterwartungen – nachdem mehrheitlich Enttäuschungen zu vermelden
waren.

Gemessen an den zu Grunde liegenden Daten wird die Weltwirtschaft zwar ein positives Wachstum auf
Jahresbasis verzeichnen, allerdings weniger als im letzten Jahr und auch als in den ersten drei Monaten
2011. Grund dafür sind die starken Unsicherheiten, die durch die Schuldenkrisen auf beiden Seiten des
Atlantiks und der damit verbundenen Vertrauenskrise in die Politik hervorgerufen werden. Diese
verstärken noch die bestehende Risikoaversion – und damit kann auch eine Ansteckung der
Realwirtschaft nicht ausgeschlossen werden.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld gilt zwar als ungebrochen robust. Dennoch bestehen Belastungen
darin, dass die Unternehmen die Zuversicht auf kommende Umsätze und Gewinne verlieren. Das kann
dazu führen, dass die Unternehmensinvestitionen, die eigentlich noch am Beginn ihres Zyklus stehen,
wieder reduziert werden. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass in der aktuellen Phase weder zu
opportunistische Wachstumsstrukturen noch Überinvestitionen oder ein zu hoher Lageraufbau in den
realwirtschaftlichen Sektoren besteht. „Die aktuelle Krise findet auf Ebene der Staaten und deren
Haushalte statt. Insofern gilt es die Schuldenprobleme vieler Staaten zu begrenzen und endlich
Reformen in den Gang zu setzen, die bestätigen, dass die Regierungen es ernst meinen“, so Zschaber.

12. Juli 2011 – Der Welt-Index ist im Juni erneut gefallen. Auslöser waren die Zinserhöhungen
asiatischer Notenbanken sowie die prekäre Gesamtsituation in den USA, wo ein erneutes Abrutschen in die
Rezession droht. Für das Musterdepot zum WorldMarketFund hält die V.M.Z. Vermögensverwaltung die
Aktienquote konstant bei 51 Prozent, denn die fundamentale Struktur der Weltwirtschaft
erscheint immer noch tragfähig.
Aktuell weist der Index der Konjunkturdaten einen Stand von 38 Prozent auf, ein Jahrestief.
Die erneut hohe Abschwächung des Index der Markterwartungen untermauert unsere These, dass die Marktteilnehmer
ihre Erwartungshaltung in Bezug auf die Weltwirtschaft nach oben hin angepasst haben. Aktuell werden lediglich noch
37 Prozent der Erwartungen zur konjunkturellen Lage von den Daten übertroffen. Vor
zwei Monaten wurden noch 75 Prozent der Konjunkturdaten überflügelt. Dies wird
das Marktmomentum in naher Zukunft eher etwas pessimistischer tendieren lassen.

Schwierig ist vor allem die Lage in den USA: Von einem selbstragenden Aufschwung kann hier derzeit keine Rede mehr sein.
Strukturelle Probleme sorgen für ein düsteres Stimmungsbild bei Verbrauchern und Mittelstand in den USA.
Trotz der milliardenschweren Stützungsmaßnahmen der Regierung und der Notenbank gewinnen Konjunktur und
Unternehmertum nur im Schritttempo an Fahrt. Hinzu kommt, dass die Staatsverschuldung von Rekordhoch zu Rekordhoch
schnellt. Unklarheiten in Bezug auf kommende Schulden- und Systemreformen, notwendige Steuererhöhungen und
Kürzungen von Staatsausgaben irritieren nicht nur potenzielle Investoren aus In- und Ausland sondern auch die
eigene Industrie.
Im Hinblick auf die dem Welt-Index zu Grunde liegenden Wirtschaftsindikatoren, tritt eine erneute US-Rezession
in den kommenden 12 bis 24 Monaten mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 35 Prozent
ein. Zwar deuten die Indikationen noch auf einen sogenannten „soft patch“ hin, eine kurzzeitige Abkühlung der
Wirtschaft in einer langsamen, aber stetigen Erholung. Die Frage ist nur wie lange noch.
Wenn die USA niest, bekommt der Rest der Welt einen Schnupfen, heißt es in vielen Lehrbüchern. Kurzfristig
ist dies gar nicht so abwegig, schaut man auf die Entwicklung des Welt-Index. Vor allem die Daten aus den USA überraschten
überproportional im negativen Sinn. Europa und Asien konnten hingegen ein eher positives oder zumindest stabiles Klima
in Bezug auf die regionale Konjunktur liefern.
Positives gab es vor allem aus Deutschland zu vermelden. Die industrielle Dynamik scheint sich nicht abzuschwächen. Es
ist ersichtlich, dass Deutschland in punkto Produktivität, Güterqualität und Lohnstückkosten oder einfacher
ausgedrückt, in Sachen Wettbewerbsfähigkeit, an der Spitze der Industrienationen steht. Anders sieht es in vielen
anderen europäischen Nationen aus. Industrieumsätze, Produktionsvolumen, Arbeitsmarktentwicklungen und
Einzelhandelsumsätze zeigen, dass in Ländern wie Großbritannien, Spanien, Italien und natürlich Griechenland
derzeit mit eher unterproportional dynamischen industriellen Entwicklungen im verarbeitenden Sektor, aber auch im Dienstleistungsbereich
zu rechnen ist. Einzig unser Nachbar Frankreich scheint den deutschen Entwicklungen in Ansätzen folgen zu können.

7. Juni 2011 – Der Welt-Index ist im Mai auf sein Jahrestief gefallen. Die Zahlen zeigen deutlich, dass
der starke Konjunkturzyklus über den Sommer eine Verschnaufpause einlegen wird. Eher kurzfristig
orientierte Anleger sollten jetzt die Aktienquote reduzieren oder absichern. Für das Musterdepot zum
WorldMarketFund senkt die V.M.Z. Vermögensverwaltung die Aktienquote von 72,5 auf 51 Prozent. Im
Herbst dagegen könnte die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnehmen.
Die Abschwächung des Index der Markterwartungen zeigt, dass die Marktteilnehmer jetzt die zukünftige
Konjunkturentwicklung realistischer sehen. Nach wie vor werden zwar über die Hälfte, nämlich 53
Prozent, der Erwartungen über die Konjunkturindikatoren positiv übertroffen. Dennoch fällt der Index auf
seinen Jahrestiefststand.
Der Index der Konjunkturdaten fällt gleichzeitig auf einen Stand von 47 Prozent, was ebenfalls Jahrestief
bedeutet. Zurückzuführen ist diese markante Abschwächung vor allem auf die Notenbankpolitik in
Asien. Dort ziehen die Zentralbanken die Geldzügel straffer, um Inflationsgefahren zu bekämpfen.

Die asiatische Wirtschaft ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Welthandelsströme. In Asien leben
fast vier Milliarden Menschen, 60 Prozent der Weltbevölkerung. Mittlerweile sind fast 850 Millionen
davon der Mittelschicht zuzurechnen, mit weiter ansteigender Tendenz. So hat sich in Bezug auf die
Handelsströme in den letzten Jahren ein kontinentales Dreieck zwischen Europa, den USA und Asien
herauskristallisiert, das die wichtigste Stütze der Weltwirtschaft darstellt.
Mit dem Anwachsen der asiatischen Mittelschicht einher gehen stark steigende Erzeuger-, Verbraucherund
Großhandelspreise. Die Preiskurven zeigen die Gefahr einer höheren Inflationsrate im Verlauf des
ersten Halbjahres 2011 beziehungsweise eine höhere Unsicherheit über deren zukünftige Entwicklung.
Aufgrund der sehr gesunden Haushaltsstrukturen in Asien können geldpolitische Maßnahmen viel
flexibler eingesetzt werden als in Europa oder den USA, so dass die Notenbanken ihre Maßnahmen zur
Inflationsbekämpfung stringent einsetzten. Das aber erschwert im Umkehrschluss die Refinanzierung
der Unternehmen. Gemessen am geldpolitischen Zyklus in Asien sollte die Straffung der Geldpolitik in
den kommenden Wochen und Monaten ihren Wendepunkt erreichen, so dass die Binnenwirtschaft, aber
auch die Import- und Exportaktivitäten und deren zukünftige Entwicklung in Bezug auf die Preis- und
Zinsentwicklung wieder mehr „Luft“ bekommen. Im Herbst stehen die Zeichen dann wieder auf Grün.

10. Mai 2011 – Der Welt-Index ist im April nach einem kurzen Rückgang im Vormonat wieder gestiegen.
Das zeigt die substanzielle Stärke der Weltwirtschaft. Selbst Krisenherde bringen die Weltkonjunktur
nicht vom Kurs ab. Damit bestätigt sich, dass an Aktien derzeit kein Weg vorbei führt.
Wie bereits in den vorausgegangenen Analysen zum Welt-Index geschrieben befindet sich die
fundamentale Basis der Weltwirtschaft in einem Zyklus substanzieller Stärke und Robustheit. Weder die
Verschuldungskrise in vielen Industrienationen, die Japankatastrophe oder die geopolitischen
Auseinandersetzungen in Nordafrika und in Teilen des Nahen Ostens bringen die Weltwirtschaft vom
Kurs ab. Im Gegenteil, am aktuellen Stand des Konjunkturdatenindex von 59 Prozent kann abgelesen
werden, dass sich die wesentlichen Bestandteile des globalen Wachstumsgeflechts in einem
expansiven Umfeld befinden.

Interessanterweise erreichte der deutsche Aktienindex DAX Anfang Mai 2011 einen
Dreijahreshöchststand. Wie geht es weiter an den Börsen? Die Antwort darauf gibt der Index der
Erwartungsdaten, der aktuell einen Wert von 74 Prozent erreicht. Dieser Stand zeigt eindeutig, dass
viele Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen zu pessimistisch eingestellt waren und jetzt im Zuge
der weiterhin starken Weltwirtschaft ihre Risikoaversion ablegen. Ein Blick auf die aktuelle
Berichtssaison zeigt hier Parallelen und bestätigt diese Entwicklung. Mehr als zwei Drittel der
Quartalsberichte der im S&P 500 gelisteten Unternehmen konnten die Erwartungen positiv übertreffen.
Die Wirtschaftaktivität ist in vielen Industrienationen und in weiten Teilen der Emerging Markets
ungebrochen. Weiter steigende Zahlen zur Kapazitätsauslastung in den USA, Deutschland, Frankreich,
China und anderen Schwergewichten, sowie die Zahlen zur Industrieproduktion und der Auftragslage
aus diesen Regionen, bescheinigen die solide fundamentale Verfassung der Weltwirtschaft.
Das Gesamtbild der USA zeigt weitere Anzeichen eines selbstragenden Aufschwungs, vor allem im
Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Geschäftslage. Allein der US-Immobilienmarkt kann sich weiterhin
nur eingeschränkt erholen. Zu groß ist das Überangebot an Immobilien und noch zu gering die
Nachfrage. Zusätzliche Sorgen bereiten die weiter steigenden Erzeugerpreise und zwar auf allen drei
Produktebenen – Fertigprodukte, Zwischenprodukte und Rohprodukte sowie die Staatsverschuldung.
Dagegen zeigen der Einzelhandel sowie der Dienstleistungssektor gute Zahlen flankiert von einer, durch
den schwachen US-Dollar angekurbelten, Exportwirtschaft. Hier könnten in Bezug auf das US-Wachstum
bei nicht ausufernden Güterpreisen, positive Wachstumsüberraschungen die Folge sein.

12. April 2011 – Nach drei Anstiegen in Folge ist der Welt-Index im März gesunken. Im Zuge der
Japan-Krise fiel der Rückgang deutlicher aus als technisch erwartet. Da sich der Index aber trotzdem
im positiven Bereich behauptet, signalisiert er Anlagechancen auf der Aktienseite.
Die Weltwirtschaft wurde in den vergangenen Wochen einem erneuten „Stresstest“ unterzogen.
Diesmal waren es keine Fehlspekulationen an den Finanzmärkten wie 2008 sondern
Fehleinschätzungen technologischer Strukturen in der Atomkraft, die den Stress auslösten. Dabei war
der Index zuletzt sehr stark gestiegen und stand ohnehin vor einer Abkühlung, wie die
Erwartungswerte der Marktteilnehmer aus den vergangenen vier Wochen erkennen ließen. Die
Katastrophe in Japan sorgte allerdings dafür, dass die eigentlich gesunde Reduzierung der globalen
Konjunkturdynamik überproportional ausfiel.

Aber trotz der verheerenden Katastrophe in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt hielt sich der
Index der Konjunkturdaten mit einem Stand von 54 Prozent über der Marke von 50 Prozent. Dies
untermauert die substanzielle Stärke der Weltkonjunktur. Zudem sank auch der Index der
Markterwartungen, aber nicht annähernd so stark wie der Index der Konjunkturdaten. Er fiel nur von
73 auf 67 Prozent. Das zeigt die hohe Robustheit der Weltkonjunktur. 67 Prozent der Konjunkturdaten
sind trotz des Einflussfaktors Japan höher ausgefallen als von den Marktteilnehmern erwartet. Das
spricht für eine stabile Konjunkturlage und ein positives Marktmomentum vor allem bei den
Aktienmärkten.
Die Detailanalysen zeigen eindeutig an, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin in einem komfortablen
Zustand befindet und stark genug ist, die Katastrophe in Japan zu überstehen, ohne
gesamtwirtschaftliche Zweitmarkt- oder sogar Drittmarkteffekte aufgrund von unterbrochenen
Lieferketten im großen Ausmaß zu befürchten. Bereits zur Mitte des zweiten Quartals sollte der
Wiederaufbau in Japan beginnen, so dass mit dynamischen Nachholeffekten zu rechnen ist.
